Gestern Abend stand für mich wieder ein echter Pokal-Härtetest auf dem Zettel. Nach der Spätschicht wollte ich eigentlich ganz entspannt Fußball schauen, doch beim Einschalten des Fernsehers stand es bereits 0:2 für den 1. FC Nürnberg. Im ersten Moment schossen mir direkt böse Erinnerungen an den zähen Auftritt gegen Hoffenheim durch den Kopf. Zum Glück bewies die Werkself Charakter, drehte die Partie nach der Pause komplett und belohnte das späte Mitfiebern mit einem spektakulären 5:2-Erfolg.
Kalte Dusche nach Feierabend: Der Schock im ersten Durchgang
Wer nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt, wünscht sich einen ruhigen Fußballabend zur Entspannung. Bei mir war gestern das genaue Gegenteil der Fall. Den Anpfiff hatte ich verpasst, da ich noch arbeiten musste. Kaum lief das Bild auf dem Schirm, traute ich meinen Augen kaum. Nürnberg führte bereits mit zwei Toren.
Der Club nutzte seine Gelegenheiten eiskalt aus. Erst traf Rafael Lubach in der 13. Minute zur Nürnberger Führung, ehe Sigurd Haugen in der 30. Minute sogar auf 0:2 stellte. Da ging bei mir sofort das Kopfkino los. Ich hatte unweigerlich das Hoffenheim-Spiel im Kopf, in dem wenig zusammenlief und die Geduld auf eine harte Probe gestellt wurde. Ein frühes Pokalaus gegen einen Zweitligisten ist genau das Szenario, das man als Fan absolut nicht gebrauchen kann. Die erste halbe Stunde hat mich ordentlich Nerven gekostet.
Hoffnung keimte kurz vor dem Pausenpfiff auf. Edmond Tapsoba drückte den Ball nach einer Ecke in der 41. Minute zum 1:2 über die Linie und brachte uns wieder heran.
Die Wende nach der Pause: Richtige Wechsel, pure Dominanz
Was auch immer in der Halbzeitpause in der Kabine besprochen wurde, es zeigte sofort Wirkung. Das Trainerteam brachte zur zweiten Halbzeit frische Kräfte, unter anderem Patrik Schick und Ibrahim Maza. Mit den Einwechslungen kamen genau das Tempo und die Durchschlagskraft auf den Rasen, die zuvor gefehlt hatten.
Der Klassenunterschied in Halbzeit zwei
Im zweiten Durchgang war der viel zitierte Klassenunterschied deutlich greifbar. Nürnberg konnte dem Dauerdruck kaum noch standhalten, während die Werkself die Schlagzahl von Minute zu Minute erhöhte.
Die Tore fielen fast folgerichtig und drehten die Partie komplett:
| Minute | Spielstand | Torschütze | Aktion |
|---|---|---|---|
| 13' | 0:1 | Rafael Lubach | Nürnberg geht in Führung |
| 30' | 0:2 | Sigurd Haugen | Club baut Führung aus |
| 41' | 1:2 | Edmond Tapsoba | Wichtiger Anschluss vor der Pause |
| 49' | 2:2 | Edmond Tapsoba | Doppelpack zum Ausgleich |
| 70' | 3:2 | Patrik Schick | Führung per Foulelfmeter |
| 78' | 4:2 | Jonas Hofmann | Treffer aus der Distanz |
| 89' | 5:2 | Lucas Vázquez | Volley-Abschluss zum Endstand |
Als die Bälle im Netz zappelten und das Spiel endgültig kippte, hat das Zusehen richtig Laune gemacht. Genau so stellt man sich dominanten Angriffsfußball vor.
Mein Fazit zum Pokalabend
Am Ende bleibt ein versöhnlicher Pokalsieg mit reichlich Herzklopfen. Natürlich muss man hinterfragen, warum die Mannschaft erst mit dem Rücken zur Wand stehen muss, bevor die PS auf die Straße kommen. Solche Aufholjagden zehren beim Zuschauen gewaltig an den Nerven.
Trotzdem zählt im K.-o.-Wettbewerb einzig und allein das Weiterkommen. Die Moral nach dem 0:2-Rückstand war stark, die Wechsel haben voll gegriffen und das Achtelfinale ist gebucht. Für die nächste Runde wünsche ich mir von Beginn an einen etwas nervenschonenderen Spielverlauf! 🖤❤️
Bildnachweis: © Mikes Alltags-Blog / KI generiert
Kommentare
Kommentar veröffentlichen