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Augsburg 2:2 Leverkusen: Wechselbad der Gefühle für die Werkself

KI generiert


Manchmal gibt es diese Fußballspiele, bei denen man schon beim ersten Blick auf den Live-Ticker merkt: Heute werden die Nerven wieder ordentlich strapaziert.

Genau so erging es mir gestern beim Auswärtsspiel unserer Werkself in Augsburg. Leider konnte ich wieder einmal nicht live vor dem Fernseher mitfiebern, weil ich arbeiten musste. Also blieb mir nur der regelmäßige Griff zum Smartphone und der Blick auf den Live-Ticker. Und der hatte es definitiv in sich: erst die frühe Führung, dann der plötzliche Doppelschlag und am Ende doch noch ein spätes Tor.

Erst lief alles nach Plan

Dabei begann die Partie eigentlich genau so, wie man es sich als Bayer-Fan wünscht. Die Werkself übernahm sofort die Kontrolle und belohnte sich früh für den couragierten Auftritt: Nach einem feinen langen Ball von Edmond Tapsoba netzte Christian Kofane in der 18. Minute eiskalt zum 1:0 ein.

Und ehrlich gesagt: Wenn man sich den restlichen Verlauf der ersten Hälfte ansieht, hätte die Führung sogar höher ausfallen müssen. Leverkusen bestimmte das Spielgeschehen, kreierte Chancen und ließ Augsburg kaum Luft zum Atmen. Für mich am Ticker bedeutete das zunächst einen ziemlich entspannten Nachmittag.

Doch das sollte sich nach dem Seitenwechsel schlagartig ändern.

Der Bruch nach der Pause: Was passiert da in der Kabine?

Eigentlich müsste man nach so einer ersten Halbzeit mit breiter Brust rauskommen und den Sack zumachen. Stattdessen kam Augsburg wie ausgewechselt aus der Kabine – und bei uns schlichen sich unerklärliche Aussetzer ein.

Binnen fünf Minuten war die Partie komplett gekippt: Erst nutzte Michael Gregoritsch in der 50. Minute eine Unordnung in unserer Hintermannschaft samt Torhüter Mark Flekken zum 1:1, kurz darauf köpfte derselbe Gregoritsch nach einer Ecke völlig unbedrängt zum 2:1 ein.

In diesem Moment saß ich fassungslos vor dem Display und dachte mir: Das kann doch jetzt nicht schon wieder wahr sein! Genau dieses Muster hatten wir schon beim Saisonauftakt in Elversberg gesehen. Eine gute Phase reicht auf Bundesliga-Niveau einfach nicht, wenn man nach der Pause für ein paar Minuten komplett den Faden verliert. Tapsoba brachte es nach dem Schlusspfiff treffend auf den Punkt: Das fühlt sich wie eine Niederlage an. Zwei Punkte wurden schlichtweg verschenkt.

Patrik Schick rettet zumindest den Zähler

Immerhin: Aufgegeben hat die Mannschaft nicht. Bayer drängte sofort auf die Antwort. Ein vermeintlicher Ausgleichstreffer durch Ibrahim Maza wurde nach VAR-Eingriff wegen eines vorangegangenen Fouls leider wieder einkassiert.

Und dann kam Patrik Schick.

In der 89. Minute bewies der eingewechselte Stürmer seinen Torriecher: Nach einem Abschluss von Malik Tillman reagierte Schick blitzschnell und bugsierte den Ball per Hacke zum 2:2 über die Linie. Ein Geniestreich, der immerhin verhinderte, dass die Werkself komplett mit leeren Händen die Heimreise antreten musste.

Auf dem Papier ein Punkt. Vom Gefühl her bleiben es zwei verlorene Zähler.

Schade um den Schwung aus dem Union-Spiel

Genau das ist der Punkt, der mich am meisten wurmt. Nach der starken 4:0-Gala gegen Union Berlin hatte ich gehofft, dass die Mannschaft diesen Schwung mitnehmen und bestätigen kann. Gegen Union passte alles: Spielfreude, Galligkeit und die nötige Konsequenz vor dem Tor.

In Augsburg hat man in der ersten Halbzeit gezeigt, wie gut dieser Kader kicken kann. Aber warum reicht eine fünfminütige Schwächephase, um ein völlig kontrolliertes Spiel herzuschenken? Trainer Carles Martínez bemängelte nach Abpfiff zu Recht die mangelnde Chancenverwertung und Konsequenz. Die Gelegenheiten, das Spiel frühzeitig zu entscheiden, waren da.

Natürlich darf man nicht vergessen: Augsburg ist stark gestartet, steht bei zwei Siegen und bleibt ungeschlagen. Gregoritsch hat sich mit seinem Doppelpack zum alleinigen FCA-Rekordtorschützen gekrönt. Dennoch: Vier Punkte nach drei Bundesligaspielen sind schlichtweg zu wenig für unsere Ansprüche.

Was jetzt her muss: Konstanz über 90 Minuten

Aktuell fehlt mir vor allem eines: Konstanz. Erst die Ernüchterung in Elversberg, dann der bärenstarke Auftritt gegen Union und nun wieder ein Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern.

Die Qualität im Kader steht außer Frage. Jetzt muss das Team aber beweisen, dass es diese Leistung über volle 90 Minuten abrufen kann – ohne diese folgenschweren Blackouts nach der Pause.

Für mich war dieser Ticker-Samstag ein echter Stresstest für die Nerven. Anfangs pure Freude über die Führung, dann der doppelte Schock und ganz spät zumindest das Aufatmen dank Schicks Hackentor. Ein Punkt, der sich im Moment zwar mager anfühlt, aber als Weckruf für die Entwicklung des Teams vielleicht noch wichtig wird.

Unter der Woche geht es direkt in der Europa League weiter. Die perfekte Chance, um zu zeigen, dass Konstanz keine Eintagsfliege bleiben muss. Ich hoffe jedenfalls sehr, dass die Werkself unseren Blutdruck beim nächsten Mal etwas mehr schont! 🔴⚫

Dann hoffe ich nächste Woche mal auf das Europa League Spiel. Ich kann es diesmal schauen hab ja Urlaub.

Bis bald Euer Mike


 

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